Ein Tag ohne Frauen - Frauen-vor!-Konferenz 2026

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00:00:09: Die Armutskonferenz.

00:00:23: Am Montag, den onzehnzigsten April zwanzig sechsundzwanzig fand die Frauenvorkonferenz der fünfzehnten Armuts Konferenz in Salzburg statt.

00:00:33: dabei wurde der Film ein Tag ohne Frauen gezeigt und im Anschluss daran gab es ein Podiumsgespräch dass wir hier in diesem Podcast Folge dokumentieren.

00:00:44: kurz zum film einen tag ohne frauen.

00:00:49: Eine Beschreibung lautet, der Film erzählt mit Witz und Nachdruck von einem historischen Moment kollektiven Protests.

00:00:55: Am vierundzwanzigsten Oktober nineteenfünfundsiebzig legten neunzig Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder im Beruf wie im Haushalt und bringen das Land zum Stillstand.

00:01:06: was als freier Tag beginnt wird zum kraftvollen Signal für Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Wandeln.

00:01:12: Der Film lässt die Aktivistinnen von damals selbst zu Wort kommen.

00:01:16: Ihre Erinnerungen verbinden sich mit Archivmaterial und spielerischen Animationen zu einem Lebending auf die überraschend humorvolle Porträt einer Bewegung, die zwischen politischem Widerstand und pragmatischem Idealismus agierte.

00:01:30: Ausgehend von einer Gesellschaft in der Frauen systematisch benachteiligt wurden zeigt der Film die Organisation Vernetzung und Mut zu einem beispiellosen Erfolg führten.

00:01:41: Mehr als fünfzehn Jahre nach dem Frauenstreik beleuchtete der Film auch die Folgen dieses Tages, vom politischen Durchbrüchen bis hin zu Island's heutige Rolle als Vorreiterin in Gleichstellungsfragen und entlässt die Zuseherinnen mit Zuversicht und der Vision wie Zusammenhalt oder Engagement, die Welt Schritt für Schritt zu einer besseren machen können.

00:02:03: Wer sich diesen Film gerne im Vorhinein oder vielleicht doch nachher im Anschluss an diese Podiumsdiskussion gerne online anschauen möchte Den empfehlen wir das Portal Kino VOD Club, wo man sich diesen Film um vier Euro neunzig online leihen kann und anschauen.

00:02:20: Den Link dazu gibt es in den Turnouts!

00:02:24: Jetzt beginnen wir zuerst mit einer kurzen Einleitung zur Frauenvorkonferenz und im Anschluss daran gibt es die Podiumsdiskursion.

00:02:34: Okay dann sage ich herzlich willkommen auf der diesjährigen Frauenvorkonferenz, auf der fünften Armutskonferenz.

00:02:48: Mein Name ist Marisha Ruhr.

00:02:49: ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Volkshilfe Österreich und im Zuge dessen auch bei der Armuts Konferenz seit ein paar Jahren aktiv vor allem in der AG Frauen- und Armut.

00:03:05: Vielleicht sind ein paar von euch schon öfter hier gewesen, aber manche vielleicht zum ersten Mal.

00:03:09: Was ist denn diese Frauenvorkonferenz eigentlich und warum gibt es die eigentlich?

00:03:15: Die Frauenvorkonferenz, das ist eine eigene Veranstaltung, die jedes mal vor der Armutskonferent stattfindet um sich eben explizit zu fragen zur Geschlecht- und Armut zu beschäftigen.

00:03:30: Und das haben wir vor allem auch einer AG zu verdanken innerhalb der Armutskonferenz, zu der ich dann gleich noch ein bisschen was sagen werde.

00:03:39: Auf jeden Fall wissen wir Frauen in Österreich haben ein besonders hohes Armutsrisiko.

00:03:45: die Ursachen dafür Kennt ihr bestimmt alle, sind vielfältig.

00:03:50: Liegen aber vor allem daran dass die Kehr- und Sorgearbeit in Österreich sehr ungleich verteilt ist.

00:03:57: Wir haben zusätzlich auch noch eine hohe Teilzeitquote, die dem auch geschuldet.

00:04:09: Gründe für die höhere Armutsgefährdung von Frauen sind vielfältig und wir wissen einfach schon sehr, sehr viel darüber.

00:04:16: Wir haben uns auch in den vergangenen Armutskonferenzen immer wieder mit diesen Fragen beschäftigt.

00:04:21: das Wissen darüber wo die Probleme sind ist einfach vorhanden.

00:04:26: Die Frage ist eher wie können wir was bewegen?

00:04:29: Und wie kann sich jetzt tatsächlich etwas verändern?

00:04:33: Wie können wir Druck aufbauen?

00:04:35: Und genau mit diesen Fragen werden wir uns beschäftigen auch im Rahmen des Workshops, der die nächsten zwei Tage zu dem Thema dann stattfindet.

00:04:43: Im Rahmen der Konferenz.

00:04:45: aber die Fragen haben sich eben auch die Frauen in Island im Jahr neunzehnfünfundsiebzig schon gestellt.

00:04:51: Eben wie können wir was bewegen?

00:04:52: Wie können wir tatsächlich auch unsere Forderungen umsetzen?

00:04:57: Genau und deshalb haben die Frauen im Jahr Neunzehntenfünfundsiebig eben beschlossen zu streiken in Island Und darüber hat die US-Regisseurin Pamela Hogan einen Film gedreht, der letztes Jahr zum fünftigjährigen Jubiläum des Frauenstreiks in Island rausgekommen ist.

00:05:16: Und diesen Film haben wir uns zum Anlass genommen heute über diese Themen Frauenstreik, Frauenstreiken zu diskutieren gemeinsam mit einem super tollen Podium das wir heute auch noch hier haben werden Vielleicht noch kurz zum Ablauf, bevor wir dann auch schon mit dem Film starten.

00:05:36: Wir werden eben gemeinsam den Film schauen.

00:05:39: Wir haben danach geplant kurz zehn Minuten Murmelrunden zu machen.

00:05:43: also ihr könnt sich dann mit euren Sitznachbarinnen austauschen.

00:05:46: zu ein paar Impulsfragen die wir vorbereitet haben und danach werden wir schon übergehen zur unserer Podiumsdiskussion mit unseren Gästen Und danach seid ihr auch alle gerne noch dazu eingeladen, euch noch untereinander auszutauschen und zu vernetzen.

00:06:00: Auch dafür ist die Frauenvorkonferenz gedacht eben auch zum Austausch und zur Vernetzung.

00:06:05: Am Ende – bevor ich es vergesse – gibt's auch noch ein Gruppenfoto.

00:06:10: Also für alle, die wollen Ich sehe nämlich hier schon wenn ich so in die Runde schaue ganz viele rote Punkte.

00:06:15: Das ist total super der rote Dresscode von heute sozusagen.

00:06:21: Der ist ja auch eine Referenz auf die Rotstrümpfe, die in Island ganz prägend waren für die Frauenbewegung.

00:06:27: also super wer sich das zum Anlass genommen hat was rotes anzuziehen.

00:06:31: wir haben da hinten auch so eine kleine Kiste mit roten Accessoires also da kann man sich danach auch gerne noch bedienen und einen Schal oder etwas ähnliches dann noch umhängen.

00:06:42: genau ich glaube dass es dann fürs Gruppenfoto vor allem ein netter Effekt am Ende Genau!

00:06:48: Und bevor wir weitergehen, wollte ich noch ganz kurz was sagen zur AG Frauen und Armut.

00:06:55: Die AG Frauen und Armut ist eigentlich seit der ersten österreichischen Armutskonferenz, Nineteinfünfundneunzig durchgängig als Arbeitsgruppe innerhalb der Armuts Konferenz aktiv.

00:07:05: Sie vernetzt Frauen aus unterschiedlichen sozialen und Frauenorganisationen, dient dem Informationsaustausch, Strategie-Entwicklung, den politischen Lobbying alles eben zur Vermeidung und Bekämpfung von Frauenarmut.

00:07:18: Und wir treffen uns regelmäßig in der AG Frauen.

00:07:22: Wir planen zahlreiche Aktivitäten, zum Beispiel eben die Frauenvorkonferenz.

00:07:26: Es gibt auch jedes zweite Jahr einen Studientag den wir organisieren Und da kann man mitmachen bei der AG Frauen und Armut.

00:07:33: Ihr seid alle herzlich eingeladen, mal vorbei zu schauen.

00:07:36: Unser nächstes Treffen findet am vierundzwanzigsten Juni statt um vierzehn Uhr im Büro der Armutskonferenz in Wien.

00:07:44: also wer da gerne vorbeischauen möchte und wer sich da beteiligen möchte kann sich gerne entweder bei mir melden oder bei der Jutta beim Organisationsteam.

00:07:54: Also wird wir uns freuen wenn da jemand mit machen möchte.

00:07:59: Okay Ich glaube, das waren soweit.

00:08:01: einen organisatorischen Punkt habe ich noch.

00:08:03: Und zwar es ist ein Podcast in Planung der danach nach der Armutskonferenz eine Zusammenschau der Konferenz zeigen soll und deshalb gibt es heute eine Audio Aufnahme von unserer Vorkonferenz nur zur Info für alle.

00:08:20: Ich hoffe, dass ist in Ordnung für euch alle.

00:08:24: okay dann würde ich vorschlagen ich sage film ab.

00:08:29: Ich hoffe, ihr könnt die nächsten siebzig Minuten gut genießen und genau wir sehen uns nachher zur Diskussion wieder.

00:08:36: Viel Spaß!

00:08:41: Ich darf jetzt gleich unsere Gäste nach vorne bitten und zwar fange ich gleich mal an mit der Ina Ivansiano Wenn ich habe den Nachnamen so richtig ausgesprochen Okay super Perfekt Ina Danke Ist Autorin Filmemacherin, Regisseurin des Dokumentarfilms Who Cares.

00:09:05: Also österreichische Version sozusagen in die Richtung dem was wir jetzt gesehen haben.

00:09:16: Dann haben wir Dorotia Kikinger Bundesfrauenssekretärin des ÖGB.

00:09:24: Danke fürs kommen!

00:09:27: Dann haben Wir die Christine Salinga von der Plattform Sichtbarwerden und der Armutskonferenz.

00:09:37: Dann haben wir die Elisabeth Sechser, Publizistin, Unternehmensberaterin, Expertin für Carrying Economy und last but not least die Maria Vogt, Aktivistin beim Bündnis Versorgen.

00:10:01: So ich setze mich da mal zu euch.

00:10:06: Es gibt auch ein zweites Mikro hier vorne.

00:10:08: Super Ja.

00:10:12: Ich glaube bevor wir anfangen wollte ich eigentlich noch in die Runde fragen.

00:10:17: Vielleicht können wir kurz mit Handzeichen sagen, wer von euch hat den Film heute zum ersten Mal gesehen?

00:10:24: Okay also doch sehr viele.

00:10:27: Toll!

00:10:28: Aber auch einige für dies vielleicht schon das zweite oder dritte mal war.

00:10:34: Ja ich beginne gleich einmal mit dir Elisabeth.

00:10:39: Der Film zeigt ja wirklich sehr eindrucksvoll Wie zentral Kehrarbeit und die Arbeit von Frauen für das Funktionieren einer Gesellschaft ist.

00:10:49: In Island haben sie es ja tatsächlich geschafft, dass wie schon im Filmtitel auch gesagt das ganze Land stillgestanden ist.

00:10:57: Du als Expertin für Carine Economy du setzt dich schon seit vielen Jahren mit diesen Themen auseinander.

00:11:04: Warum spiegelt sich immer noch so wenig in unseren wirtschaftlichen Strukturen wieder?

00:11:09: Dass diese Kehrarbeit eigentlich gesellschaftlich wichtig ist und so notwendig ist?

00:11:15: Ja, danke mal für die Einladung.

00:11:17: Und ich fand es wieder sehr schön diesen Film anzuschauen.

00:11:19: der ist immer sehr inspirierend.

00:11:23: Ich glaube die Antwort liegt in deiner Frage.

00:11:26: Es liegt an den Wirtschaftsstrukturen.

00:11:27: Also wir haben einfach Wirtschaftskonzepte Die Kehrarbeit auslagern und außerhalb von Wirtschaft betrachten.

00:11:36: also sie wird entweder als Liebe bezeichnet, also hat gar keinen Arbeitsbegriff.

00:11:44: Es wird in den privaten Haushalt oft verlagert das heißt es hat auch keine... Also es wird als etwas Privates gesehen, nicht als einen öffentlichen Auftrag ein entkernelementes Wirtschaft ausmacht und es wird ausgeblendet.

00:12:04: man sieht halt auch dass unser wirtschafts denken, also nicht unser Wirtschaftsdenken aber indem wir eingebettet sind leider auch und zeigt sich ja auch durch die Arbeitskonferenz wie wichtig es ist das in Frage zu stellen dass auch die Datenlage eine sehr schlechte ist.

00:12:21: Also es gibt ganz selten so was wie Zeitverwendungserhebungen die auch diese Tätigkeiten überhaupt auf also quasi aus dem Unsichtbaren rausholt und sichtbar macht.

00:12:34: Es gibt Bewertungssysteme, die nicht zulassen auch den volkswirtschaftlichen Wert von Kehr.

00:12:44: Auch dementsprechend darzustellen.

00:12:46: also es geht ja sehr oft um mehr Geld Produktion, mehr Konsumation was sonst als Wirtschaft antreibt und gar nichts so.

00:12:56: Was das Fürsorgebildung und Pflege die Kern-Elemente, die Kerntreiber sein sollten von einer Wirtschaft, die uns allen ein gutes Leben ermöglichen.

00:13:06: Also ich glaube es ist eben vor allem dass es nicht Teil von Wirtschaft gesehen wird und das ist kalkuliert und es muss ja irgendwie machen und deswegen hat er auch immer etwas zu tun mit Frauenrechten, die dann auch wieder geschwächt werden oder Minderheiten, die einfach hier überhaupt keine Lobby haben.

00:13:27: Und

00:13:27: ja da ist einfach der ... Die größte Fehlinterpretation von Wirtschaft, die stattfindet und als etwas Normales aber auch gleichzeitig dauernd betrachtet

00:13:37: wird.

00:13:38: So mal kurz!

00:13:39: Ja, ja.

00:13:41: Vielleicht ganz kurz daran anschließend weil du ja auch Expertin für Carrying Economy bist kannst du das vielleicht noch anschließende daran ganz kurz erklären wie der Begriff der Carrying economy hier ansetzt und was es auch bedeutet im Bezug auf Sichtbarmachung zum Beispiel von Kerber?

00:14:00: Ja eben genau so eine Wirtschaft zu sehen Pflegefühlsorgung und Bildung, dass die Kernelemente sind.

00:14:12: Dass es darum geht das in den Fokus zu holen, dass wir andere Bemessungsgrößen oder Bewertungsmaßstäbe brauchen, dass daran auch volkswirtschaftlicher Fortschritt erkannt wird und dass es auch darum geht wie wird auch welche politische Lobby wird hier gestärkt?

00:14:29: Wie werden Gelder verteilt denn was wird quasi auch investiert?

00:14:32: Wir haben ja gerade jetzt sehr oft weil ich ja auch Organisationsentwicklerin bin kriegt man es gerade wieder die ganze Zeit, hört man sie in den Medien auch oder hören sich ganzen Organisationen nach im Sozialgesundheits- und Bildungsbereich.

00:14:46: Dass Sie Kosten verursachen.

00:14:48: Dabei kümmern Sie sich um die dringendsten Probleme, die aufgrund dieses aktuellen Wirtschaftssysteme auch verursacht werden.

00:14:54: Das heißt das geht darum, Wirtschaft ganz anders zu setzen.

00:14:57: also es geht um ein anderes Wirtschaftsystem.

00:14:58: Es geht auch um eine neue Weltordnung wenn man da so mal ganz klein Nein, nicht will.

00:15:05: Also es ist noch viel zu tun.

00:15:07: aber es geht auch um eine Entschlossenheit und in dem Film glaube ich war das enttragendes Element und deswegen sind wir auch hier auch zu sagen wie können wir diese Entschliessenheit etwas zu verbessern für alle?

00:15:20: Auch wirklich kollektiv und solidarisch aus der Armutskonferenz auch austragen.

00:15:27: Dazu vielleicht noch, es gibt gerade eine sehr spannende Radiointerview mit dir auf Ö-Eins.

00:15:33: Auch als Tipp an euch wo auch nochmal du finde ich ganz gut erklärst wie Carrying Economy oder das Konzept auch auf betrieblicher Ebene umgesetzt werden kann.

00:15:43: also große Empfehlung da reinzuhören.

00:15:46: im Ö-eins Player ist es glaube ich noch ein bisschen drinnen.

00:15:49: und eine letzte ja?

00:15:52: Vielleicht weil es war heute auch nochmal kurz Thema.

00:15:55: Also weil das Thema Teilzeit ja auch sehr oft kommt und wir sind ja sozusagen umspült von Fehlannahmen.

00:16:02: Und auch die Medien greifen das die ganze Zeit auf, und Frauen arbeiten nicht Teilzeit also eine durchschnittliche Arbeitszeit.

00:16:10: ich habe mir das auch angeschaut.

00:16:11: in Österreich mit den Daten die es gibt ist dreiundfünfzig Stunden die Woche Übervollzeit.

00:16:20: Und das meiste davon ist halt, also vieles ist nicht bezahlt und wird auch nicht gesehen.

00:16:25: aber nur siebenundvierzig Prozent der Gesamtarbeitszeit in Österreich geleistet werden ist Erwerbsarbeitszeiten.

00:16:34: Also das ist nicht mal die Hälfte und es wird immer als die Grundlage oder die Wahrheit, also als würde es um das gehen in der Arbeit und ich glaube das zeigt gerade die Teilzettelparte sehr gut dass hier ein Narrativ die ganze Zeit erzeugt wird, das also falsch ist.

00:16:53: Also kann man sich nicht mal einbilden es ist einfach falsch gesetzt und dann muss eine Frau werden in diese unangenehme Lage gebracht sie sich verteidigen müssen und erklären müssen was sie machen und dann heißt sie aber das macht sie ja gerne.

00:17:05: Aber ich meine es gibt auch viele Erwerbsarbeitsplätze die man gerne macht gesagt, naja willst du dann auf dein Gehalt verzichten?

00:17:13: Weil's das gerne machst.

00:17:14: Also diese Debatte ist lächerlich und sehr manipulativ und ich finde gerade da zeigt sich es nochmal.

00:17:21: also ich mach total gern auch mit Aufmerksamkeit, aufmerksamer Fehlannahmen und wir sind dem nicht... Wir sind eben alle ausgesetzt und ich glaube deswegen ist auch wichtig im Dialog und Diskurs zu bleiben dass wir das aufdecken und uns immer daran erinnern

00:17:35: ah

00:17:36: ja genau!

00:17:37: Das stimmt

00:17:37: ja gar nicht mit der Teilzeit zum Beispiel als

00:17:41: Ja absolut, sehr wichtige Ergänzung.

00:17:44: Vielleicht bevor wir weitergehen würde ich trotzdem gerne noch ein anderes Thema ansprechen was dich auch betrifft weil du ja selber pflegende Angehörige bist.

00:17:57: Deine Tochter hat ja eine palliative Erkrankung, könntest du uns da vielleicht noch einen kurzen Einblick geben was aus deiner Sicht zu den größten Herausforderungen sind bei der angehörigen Pflege?

00:18:08: also ich denke die Pflege als oder die Pflege die häusliche Pflege auch einer als einer der großen Bereiche, wo es ganz große Missstände auch gibt.

00:18:20: Gerade im Bereich der Angehörigenpflege und vielleicht auch was sich ändern müsste aus Sicht von Betroffenen um den Alltag zu erleichtern.

00:18:32: So ganz persönlich, was für mich am belastendsten ist, meine geliebte Tochter so viele Jahre schon durch permanente Krisen zu tragen und mit zu leiden, sage ich teilweise auch wie jemand der einem so wichtig ist.

00:18:49: Einfach die Arschkarte gezogen hat und ich glaube, ich darf das sagen weil ich quasi da als Mutter rede aber die wirklich einfach sehr ein sehr belastendes Leben hat.

00:19:02: und gleichzeitig ist es mir gelungen mit großartigen Menschen auch aus der Pflege, ein sehr kooperatives Pflegenetz aufzubauen weil ich jetzt eigentlich schon seit meine Tochter erkrankte.

00:19:13: Es war für mich das... ich bin nicht so auf die Welt geburzelt, dass das... Ich habe diese Hauptrolle nie angenommen.

00:19:26: Die aber sehr erwartet wird, dass eine pflegende Mutter sich um ihr Kind kümmert.

00:19:32: und für mich ist es immer so ein Ich kümmer mich mit und ich sehe das totales öffentlichen Auftrags, die Pflege von Angehörigen gemeinsam aufzustellen.

00:19:42: Ich glaube da ist noch viel zu tun.

00:19:43: auch da ist die Datenlage grotten schlecht Und für mich ist sehr herausfordernd auch öffentlichen Stellen immer zu vermitteln, dass es darum geht uns als Ressourz zu sehen.

00:19:53: und pflegende Angehörige die natürlich wenn alles andere wegfalten und wie die ganze Zeit hören aus sind Fachkräftemangel und oh Gott, das pflege Notstand.

00:20:01: also werden wir auch dauernd belastet mit dem.

00:20:07: Das Aufwandbecken bleibt immer dieser private Haushalt und es geht mir teilweise so auf die Nerven auch, aber ich bin da glaube ich auch sehr zäh.

00:20:15: Ich glaube es braucht kooperative Pflegesysteme, es braucht sowas als Kooperation als eine

00:20:21: Grundbereitschaft

00:20:23: von öffentlichen Behörden zusammenzuarbeiten und mit dem Steuergeld das wir alle einzahlen gut umzugehen.

00:20:31: Ich bin sehr beschäftigt, damit auch die Pflege rechtlich breiter abzusichern.

00:20:36: Also ich kriege mit das Pflege dermaßen beschnitten wurde – also das ist dann nicht Pflege sondern Heimhilfe und es macht die Pflegasistin, die Pflegefach-Assistenz und gibt noch Sozialbetreuer.

00:20:45: Es wurde jetzt zerschnitten dieser sehr ganzheitliche Ansatz.

00:20:50: Das krieg' ich bei meiner Tochter mit.

00:20:51: Ich bin da sehr zäh und habe auch eine gerechtliche Grundlagen wieder abgesichert.

00:20:56: Ich glaub', da braucht's viel und das würde uns allen sehr gut tun!

00:21:01: Und vielleicht noch abschließend, weil wir uns da gerade auch mit anderen Netzwerken beschäftigen über ein aus Lateinamerika kommendes Paper wo von dreizig starten sich dazu vereinigt haben, die nächsten zehn Jahre Carrying Economy und Geschlechtergerechtigkeit als quasi auf die politische Agenda zu setzen.

00:21:26: Und da versuchen wir gerade das auch nach Europa in den deutschsprachigen Raum zu holen um einfach abzusichern man hat das Recht auf Pflege Man hat das recht auf Zeit für Pflege und man hat doch das Recht sich um sich selbst zu kümmern oder nicht zu pflegen, oder eine andere Rolle wie zum Beispiel ich auch meine berufdetige alle leben kann.

00:21:47: Dass das sozusagen rechtlich auch wirklich von der Gesellschaft und von der Politik abgesichert und gewollt wird.

00:21:52: Ich glaube dass werden große Schritte und die machen wir.

00:21:55: jetzt würde ich sagen

00:21:58: Super, danke dir für den Einblick auch.

00:22:00: Also die Pflege raus aus dem Privatbereich rein in den öffentlichen Bereich vielleicht gleich anknüpfen daran.

00:22:07: eine Frage an dich Ina Du arbeitest ja zurzeit an einem Dokumentarfilm oder bist schon fertig, oder fast fertig zum Thema Kehrarbeit und da baust du auch glaube ich stark auf deinen eigenen Erfahrungen bei dem Thema.

00:22:23: Du bist ja selber sowie die Elisabeth auch pflegende Angehörige kannst uns erzählen worum es in deinem Film geht und wie du da auch auf die Idee gekommen bist einen Film zu diesem Thema zu

00:22:35: machen.

00:22:35: Ja also bei mir das sind der Corona-Zeit angefangen weil Ich habe dann, als die Schulen zugemacht haben mir überlegt, ob ich jetzt mit meiner Tochter vor das Bundeskanzleramt gehe oder so und sie dort... Und ein Schild daneben stelle.

00:22:47: So kann mich jemand betreuen?

00:22:49: Also es war wirklich total schwierig weil ich war vollzeit berufstätig und war auch erlebt in der Corona-Zeit wie alle meine Freundinnen und Freunde.

00:23:00: trotzdem auf einmal haben alle Frauen alles aufgefangen.

00:23:04: Das hat mich wahnsinnig gemacht!

00:23:06: Also auch da, wo es durchaus andere Strukturen gab hat das einfach nicht funktioniert und jetzt haben immer die Frauen alles aufgefangen.

00:23:14: Lange bevor wir noch die Statistiken nachher dann gesehen haben dass es so war, haben wir sie doch eh schon gewusst oder?

00:23:20: Also ich auf jeden Fall in meiner Umgebung war das so.

00:23:23: Und dann meine Mutter hat eben eine Alzheimer Diagnose bekommen knapp nach Corona Und dann sind die Dinge ein bisschen kompliziert geworden bis zu einem Punkt, dass ich mir gedacht habe also eigentlich arbeite ich jetzt nebenbei Vollzeit.

00:23:37: So viel zu dieser ganzen Teilzeit-Debatte weil irgendwie und da ich Dokumentarfilm-Regisseurin bin und das halt neiligend war hab ich mich entschieden einen Film über eben Kehrarbeit zu machen.

00:23:51: und weil ich schon sehr lange mit einer Also auch mit vielen aktivistischen Ansätzenbeschäftig in dem Bereich habe ich dann die Silvia Federici getroffen, für die vielleicht manchen von euch ein Begriff ist.

00:24:01: Eine Aktivistin-Denkerin, sie ist jetzt dreiundachtzig und hat wie ich würde mal sagen sehr denkscharf.

00:24:15: Sie hat was, das nennt sie fröhliche Militanz.

00:24:17: Das sehen wir auch in dem Film finde ich.

00:24:20: als Prinzip hat sich das sehr kultiviert und auf der ganzen Welt sich mit unbezahlter Frauenarbeit beschäftigt seit sie zwanzig ist.

00:24:26: es macht jetzt dreiundsechzig Jahre.

00:24:28: also habe ich mir gedacht wenn mir jemand helfen kann aus meinem Problem rauszufinden dann schaue ich mal ob sie mir das irgendwie erklären können.

00:24:35: und so hat dieser film begonnen Mit so einer Suche von mir selber, nach der Suche nach Antworten auf die Frage was soll ich jetzt eigentlich machen?

00:24:43: Mit all den Momenten wo ich gar nicht mehr weiter konnte.

00:24:48: Wirklich nicht mehr wieder konnte.

00:24:51: Ohne ständig irgendwas falsch zu machen.

00:24:53: Irgendwenn unversorgt zu lassen entweder meine Tochter oder meine Mutter oder die Arbeit... Also irgendwie dieses Gefühl von das geht sich alles nicht aus.

00:25:01: es geht sich nie aus bis zur Erkenntnis dass sich natürlich nicht ausgehen kann in dem System, in dem wir halt sind.

00:25:08: Ja und jetzt gibt es da einen Film den ich gerade sozusagen fertig geschnitten worden... Ich habe jetzt fünf Jahre dran gearbeitet ja und er kommt im Frühling spätestens raus Und ich würde mal sagen Er ist recht aktivistisch geworden

00:25:32: Es klingt sehr vielversprechend

00:25:34: Der Film heißt Who Cares?

00:25:37: Und ich schaue mir auch diesen Film total gerne immer wieder an, weil in der Recherche zu dem Film vor vier Jahren bin ich auf den isländischen Frauenstreik gestoßen natürlich.

00:25:47: So mit dieser Frage was soll ich nur machen?

00:25:49: Ich komme nicht weiter und dann habe ich genau... Da gab es ja diesen Film noch nicht genau die Bilder am Ende wo sie singen Mit dieser Puppe, die so auf den Schultern sitzt.

00:26:00: Das war das allererste Arrivmaterial dass ich vor vier jahren mich rausgesucht habe.

00:26:04: und wo ich mir gedacht hab möchte ich meinen Film beginnen und ich habe mich dann so gefreut.

00:26:12: Mein Film geht sehr um Care, es hat ja ein bisschen einen spezielleren Zugang oder so.

00:26:18: aber ich habe mir dann so gefreut wie der Film rausgekommen ist und das Material von diesem Song dieses Liedes für mich persönlich auch sehr wichtig weil ich finde Ich will, ich kann, ich werde... Also das ist ja wohl wirklich eine Ein super Drei-Stufen-Modell, auf jeden Fall für mich persönlich.

00:26:38: Und deswegen ist das auch in meinem Film geblieben.

00:26:42: Toll, also da sind wir sehr neugierig und freuen uns schon total darauf wenn der Film dann auch zu sehen ist.

00:26:48: Anschließend daran vielleicht noch die Frage ich meine Wir haben es jetzt alle glaube ich im Raum gespürt was das auch auf der emotionalen Ebene mit einem macht so einen film zu schauen wo's so starke Solidarität auch gelebt wird.

00:27:01: Was würdest du denn sagen welche Potenziale haben den medienfilme Auch so visuelle erzählformen für den Kampf oder bei Kampf um mehr für mehr geschlechtergerecht.

00:27:14: Ich

00:27:14: glaube, dass sie ein sehr großes Potenzial haben.

00:27:15: also ich weiß nicht bei dieser Film hat eine unglaubliche Zuschauerinnenzahlen in Österreich gemacht was für einen Dokumentarfilm wirklich nicht selbstverständlich ist in Österreich.

00:27:28: wir kennen die Kinozahlen jetzt sind wirklich hoch.

00:27:32: ich glaube das man wenn man das einbettert in einem Kontext dass man damit extrem viel erreichen kann.

00:27:40: Ich glaube, dass politische Filme, gesellschaftspolitische Filmen das wir die brauchen.

00:27:45: Und ich muss sagen es ist auch also für mich war ein persönlicher Ausgangspunkt meine eigene Verzweiflung weil ich einfach nicht mehr weiter gewusst habe und irgendwie finde ich wenn man aus der eigenen Verzwärmung quasi wie soll ich sagen?

00:28:09: Wer hätte ich nicht diesen Film gemacht würde.

00:28:13: Also jetzt auch für mich selber, es ist ja auch ein persönlicher Weg den man da geht.

00:28:19: Wer auch sehr viel anderes nicht passiert?

00:28:21: Ich glaube das... Es ist hier eine Sache dass dann jemand anderer den Film sieht.

00:28:25: Das ist nochmal eine andere Sache was alles im Umfeld von so einem Film passiert.

00:28:32: Es ist nicht nur das Endprodukt will ich damit sagen.

00:28:37: Vielen Dank!

00:28:38: Ich würde gerne die nächste Frage an dich stellen Dorothea.

00:28:44: Ich finde es total toll, dass wir dich als Gewerkschafterin heute auch am Podium mit dabei haben.

00:28:49: im Film wurde das ja auch betont was für eine wichtige Rolle die Gewerksamkeiten dann im Endeffekt auch gespielt haben bei der Mobilisierung und bei dem wirklich groß werden von diesem Streik.

00:29:00: Was würdest du denn sagen aus deiner Erfahrung als Gewerkstafterin?

00:29:06: Wäre so ein Generalstreik mit neunzig Prozent Beteiligung in Österreich auch möglich?

00:29:12: Was denkst du?

00:29:17: Meine persönliche Meinung ist, dass eine große Frauenbewegung sehr wohlmöglich ist.

00:29:24: Es braucht nur aber groß.

00:29:26: bestimmte Zahlen dafür.

00:29:27: Also ich glaube, dass man neunzig Prozent halt auch betrachten muss das Island.

00:29:31: Wir haben gerade nachgeschaut weil es uns interessiert hat knapp dreihundertneinzigtausend Bewohnerinnen hat.

00:29:39: also die Bevölkerung ist ein bisschen anders als in Österreich aber ich glaube es braucht eine große Zahl an Frauen die solidarisch gemeinsam für Gleichstellung stehen.

00:29:50: Ich glaube, da haben wir ganz viele Frauen, die das verstehen und das gehen unterstützt werden.

00:29:55: Und ich glaube dass es nicht nur Frauen sind, ich glaube auch Männer sind und Personen, die sich divers verstehen also alle mit gemeint.

00:30:02: Da haben wir eine ganz große breite Menge an Menschen die sich angesprochen

00:30:09: fühlen.

00:30:12: Bei der Gewerkschaft Jugend seitdem ich achtzehn bin Schon ganz viele Sachen gemacht.

00:30:17: Ich bin vor der Polizei weggerannt, ich habe auf Boden gemalt wie am Kühe von der Wirtschaftskammer abgestellt mit dem Slogan das passt auf keine Kuhhaut.

00:30:29: Wir haben mit einem Truck Mattersburg und Eisenstadt lahmgelegt, also wir haben sehr viele Sachen gemacht.

00:30:35: Ich bin auch damals, was mich damals sehr traurig gemacht hat an wie es um die Sozialversicherung gegangen ist, wie die umgefärbt worden ist und der Arbeitgebersseite geschenkt worden ist Und wo die Gewerkschaften gesagt haben da müssen doch auf die Straße gehen mit sehr wenigen Leuten auf der Straße gestanden.

00:30:51: Da war ich eigentlich entsetzt weil ich so nicht verstanden habe, da geht's doch umso viel.

00:30:58: Da wurde etwas versprochen, das nie gehalten wurde und es waren eigentlich total wenige Menschen da.

00:31:04: Und ich habe nicht verstanden warum dieses wichtige Sozialsystem von den Leuten nicht verteidigt wird.

00:31:11: und wir sehen die Ergebnisse jetzt, die katastrophale Situation und dass wir jetzt alle einbeißen müssen weil damals nicht genug Leid dort war und die gesagt haben mit uns nicht!

00:31:22: Das ist die Kasse der Arbeitnehmerinnen.

00:31:25: Ich war auch damals dabei, wie wir im Jahr den Arbeitszeitverlängerung

00:31:32: und

00:31:34: gesteigten das eines der größten Bewegungen.

00:31:36: Da waren über hunderttausend Leitknapp.

00:31:39: Es gibt verschiedene Berechnungen, die einen sagen so oder anderen so.

00:31:42: Ich bleibe bei den ÖGB-Zeilen.

00:31:44: Das waren überhunderttaussend.

00:31:46: Und

00:31:48: das spürt man einfach wenn man es bei einer so großen Runde mitgeht was sich da alles bewegt einmal gespürt hat, dann möchte man das unbedingt widerspüren.

00:31:58: Weil es einfach ein unfassbares Gefühl ist so viel Solidarität zu spüren.

00:32:04: und jetzt wird die schwierige Frage sein wie schaffen wir das in Österreich?

00:32:10: Und ich finde eins ist wichtig und in der Szene habe ich mich schon ein bisschen wahrscheinlich unbelitt gemacht weil ich immer sage ja wir müssen halt drauf schauen dass wir Sie haben es damals ja auch nicht direkt streikt genannt, sondern den Frauenruhetag und wie wir uns da gut positionieren können.

00:32:27: Damit halt irgendwie keine Missverständnisse entstehen damit Frauen eben nicht... Also das direchtliche Auslegung eine schwierige.

00:32:36: Und dieser Frage müssen wir uns noch stellen.

00:32:38: Da müssen wir doch überlegen was können wir da tun?

00:32:43: damit das sich verändert oder damit wir dort hinkommen, wo wir gerne hinkomen möchten.

00:32:49: Und für uns ist es schon wichtig dass wir alle mitnehmen können und wir sehen halt leider auch in unseren Runden weil wir sind ja sehr bunt und divers aufgestellt durch sie im Fachgewerbschaften, durch eine.

00:33:10: Also wenn ich da auf einem Jugendsporttag bin und dann zu den ganz vielen Berufsschülern, Berufssschüler, da hört man schon Meinungen von bis.

00:33:18: Und ich denke mir es ist wichtig wie schaffen wir eine Erzählung?

00:33:21: Ich glaube das hat der Film auch so gut gezeigt dass wir viele mitnehmen können.

00:33:26: also was ist dieses große Eine anliegen wo wir uns alle dahinter zusammenstellen können?

00:33:33: und das wird wahrscheinlich sehr einfach oder sehr breit sein Aber es wird etwas sein, wo dann alle sagen ja das ist etwas für das stehe ich auf und dass für das mache ich mich jetzt mal stark.

00:33:47: Und ich glaube diesen Moment sind wir in vielen Arbeitsgruppen mit vielen tollen Frauen, wo ich unfassbar begeistert bin was dafür Arbeit Courage und auch Motiviertheit gezeigt wird dahinter.

00:34:05: Und ich glaube, es gibt die Chance das auf die Füße zu stellen ja?

00:34:08: Ich würde jetzt nicht bei neunzig Prozent gleich ansetzen, weil ich da halt ein bisschen auch realistisch bin leider aber aufgrund der Erfahrung also nicht leider, weil wir die Erfahrungen machen dürfen.

00:34:20: Aber ich glaub Wir können sehr viele Menschen bewegen, damit das Ziel sein.

00:34:28: Wie du schon angesprochen hast, geht es da ja auch vor allem um darum ein Narrativ zu finden hinter dem sich möglichst viele Leute versammeln können.

00:34:39: Abgesehen davon dass es wichtig ist das dann möglichst viele streiken oder möglichst viele protestieren.

00:34:44: vielleicht kannst du uns noch kurz deine Einschätzung sagen.

00:34:48: findest du oder wo siehst du denn generell die Potenziale von einem Streik?

00:34:52: im Bezug auf das Thema Sorgearbeit.

00:34:55: Also ist deiner Meinung nach oder könnte ein Streik ein effektives Mittel sein, um auch in Österreich hier tatsächlich etwas zu bewirken?

00:35:08: Wenn es um die Sorgearbeit geht dann wurde hier schon ein bisschen so angesprochen dass bei der bezahlten Sorge Arbeit sehr viele Kollegen und Kolleginnen sich sehr verantwortlich führen für die Personen, die sie zu versorgen haben.

00:35:27: Weil das ja auch eine Arbeit ist.

00:35:29: Wir reden ja immer von Pflege und nicht vom Betreuung weil es ja eine erlernte Arbeit ist und das ist Erwerbsarbeit.

00:35:38: Und wir wissen dass es für diese Gruppen besonders schwer ist in den Arbeitskampf zu gehen wenn es um eben diesen KV-Arbeitskampf geht also wo man einen konkreten Arbeitgeber hat, den man Forderungen stellt die auch erfüllen kann und dann setzt man als Gewerkschaft bestimmte Maßnahmen um hier Druck aufzubauen.

00:36:03: Das wäre dieser Arbeitsstreik wie wir in Österreich Streik verstehen.

00:36:08: Jeder kann streiken, wir haben eine Grundfreiheit für Streik.

00:36:13: aber das was unser Gesetz zur Zeit in der Auslinie ist, ist das der Streik.

00:36:18: Wer das Sorgearbeit, wenn wir von der unbezeugten Kehrarbeiterin, von dem die Frauen den größten Teil machen.

00:36:27: Dort müsste man, glaube ich da ansetzen.

00:36:30: Ich habe diese Idee immer toll gefunden die Kinder einfach bei den Vätern abzusetzen.

00:36:35: also ich finde das ist etwas.

00:36:36: dann muss man glaube ich kreativ werden.

00:36:38: Also ich glaube da muss man schauen wie holt man diese Frauen ab?

00:36:41: und ich möchte einen noch einen Aspekt in dieser Art von Mobilisierung hineinbringen.

00:36:46: wir haben eine Kollegin mitgebracht Elisabeth Keandl die betreut bei uns das Projekt gegen häusliche Gewalt am Arbeitsplatz sozusagen ein Work-Package für Betriebsratskörperschaften zu erstellen, wie man dann noch auf diese Frage auch eingehen kann am Arbeitsort.

00:37:06: Und ich glaube, man muss halt hier auch Frauen die vielleicht Sorgearbeit leisten und sich nicht trauen das auch offiziell zu zeigen in einer Welt wo wollt eben dieser Gewalt einfach unfassbare Ausmaße annimmt die mitnehmen kann und denen die Möglichkeit gibt hier solidarisch zu sein.

00:37:28: Und ihr ihren Wunsch auch zu zeigen, diese roten Strümpfe waren hier ein Teil... Also ich glaube man muss jetzt wirklich in die Arbeit gehen und sagen wie kann man diese Frauen mitnehmen?

00:37:40: Wir können es nennen wie wir's wollen!

00:37:42: Ich finde halt in Österreich ist ein bisschen Mittag was die Isländerinnen auch für ein Problem gehabt haben.

00:37:49: Die haben uns dann halt auch eher den freien Tag genannt nicht unbedingt Streik, weil die haben nämlich auch das ähnliche arbeitsrechtliche Problem gehabt im Übrigen.

00:37:59: Also ich glaube es geht darum hier für einen Tag diese Unmengen an Arbeit die Frauen leisten den nicht bezahlt wird einfach nach vorne zu kehren und da brauchen wir die gute Denkarbeit von allen starken Frauen.

00:38:21: Von mir aus können meine neue Agurre Ideen haben.

00:38:24: Aber da braucht man, glaube ich, gute Ideen wie wir das noch gut zeigen können und wie wir es aufzeigen können?

00:38:28: Und wie wird das in den Mittelpunkt stellen dass das greifbar wird?

00:38:32: Haben wir so viele schreckliche Erzählungen!

00:38:35: Und wenn auch in unserer kleinen Gruppe das war total spannend davor nicht diskutiert... Was heißt das eigentlich für?

00:38:51: Das war wirklich nämlich spannend, ich habe es gleich wieder.

00:38:58: Andererfalls, mir fällt's nachher noch mal ein aber weil es eben auch darum gegangen ist wie man zeigt wie viel eigentlich gearbeitet wird, was nicht gesehen wird.

00:39:15: Und jetzt finde ich wieder den roten Faden.

00:39:17: das war nämlich die Ding Facebook und all diese Dinge haben sie ja damals nicht gehabt und wir haben halt Briefe geschrieben haben sich angerufen haben sich zusammengerufen.

00:39:25: zurzeit sind halt auf Social Media unfassbar viele Fake News unterwegs.

00:39:29: Wir haben diese ganze Trade Vibes Bewegung wir haben so viele Sachen die beeinflussen die irgendwie Tatsachen mit Meinungen und Lügen zusammenbringen.

00:39:44: Und ich glaube, da müssen wir uns auch noch... Überlegen, wie schaffen wir auch in dieser Seite die Momente?

00:39:48: Weil wenn wir überlegen ganz viele junge Menschen lesen nicht einmal eine Zeitung oder schauen nicht fern.

00:39:53: Also so wie die den Radio-Sender gekapert haben müssten wir wahrscheinlich hunderte Tausend Euro in ein Facebook-Posting schalten damit der sozusagen überall das drüber fährt und dann tut eine... also die Strukturen machen uns das noch schwerer.

00:40:08: ja diese Choice-Feministinnen, die sozusagen auch so tun als wäre jede Entscheidung feministisch und hinterfragen das nicht unterhalten dabei patriarchalte Systeme.

00:40:21: Also es ist alles nicht so einfach hier mit unseren Forderungen auch in den Vordergrund zu bekommen.

00:40:29: Das ist für mich etwas, was treibt uns.

00:40:31: Es ist nicht so dass die Gewerkschaftsführung sitzt und sagt, das machen wir so.

00:40:34: Nein!

00:40:34: Wir müssen uns das genauso überlegen.

00:40:36: wie kommen wir zu diesen Leuten?

00:40:38: gar nicht so einfach.

00:40:42: Absolut, absolut.

00:40:44: ich möchte es nur an der Stelle auch gleich dazu sagen weil es gerade so gut passt.

00:40:49: das ist jetzt vielleicht auch für unser Publikum hier, das sind jetzt eigentlich gar keine hypothetischen Fragen die wir jetzt hier besprechen.

00:40:57: Sondern sehr konkrete Fragen die auch einige die hier am Podium sitzen jetzt gerade sehr beschäftigen.

00:41:03: es ist nämlich grade Die Planung eines österreichweiten großen Frauenstreikens in Vollmgange dass Am dritten Mai twenty siebenundzwanzig stattfinden wird.

00:41:15: Das kann man sich gleich ganz dick und fett im Kalender eintragen zwei, zwanzig, sieben und zwanzzig Frauen streiken.

00:41:23: Und ja wir haben jetzt noch mehr als ein Jahr Zeit das zu bewältigen was du jetzt auch schon super gut umrissen hast eben diese Mobilisierung dieses wirklich Leute auch emotional mitnehmen.

00:41:34: genau also das wird total interessant jetzt noch werden wie diese zwölf Monate bis dahin jetzt noch möglichst gut genutzt werden können.

00:41:42: Da darf ich noch eine einzige Sache weil ein bisschen früher Wir haben gerade die Umsetzung der Lungtransparenz-Richtlinie, wo es um Erwerbsarbeit geht.

00:41:51: Und wir sind die dritschlechtesten in ganz Europa mit der bezeigten Arbeit und da gibt's halt ganz viele ... Und ich muss das halt leider so ausbauen, weil es tatsächlich so ist.

00:42:03: Die man in den Zeitungen liest, dass da sehr viel Bürokratie ist.

00:42:06: Also es die Arbeitgeberseite und die große Industrie, die alle möglichen Sachen auf EU-Ebene auch sehr stark vorantreiben hier sozusagen diese EU-Richtlinie zu kippen.

00:42:20: Wir machen uns eine große Sorgen und da ist leider Österreich mit den Arbeitgebernvertretungen auch nicht

00:42:26: anders.

00:42:28: Wenn ihr die Möglichkeit habt hier sozusagen dagegen zu steuern, ist es eine sehr wichtige Richtlinie.

00:42:35: viele Veränderungen sorgen würde und ich weiß, dass das sozusagen nicht an einem Ministerium hängt.

00:42:42: Dass es nicht fertig ist.

00:42:44: also das ist wirklich etwas, was wichtig wäre und wenn ihr da Möglichkeiten habt wie bei euch.

00:42:48: könntest du bei uns unterschreiben aufstellen hat Unterschriftenlisten Kontrast oder Unterschriftlisten egal wo.

00:42:56: unterschreibt's einfach oder setzt sein Zeichen weil diese Lohntransparenz richtlinier wir wirklich ein großer Wur für Gleichstellungen

00:43:04: Danke.

00:43:08: Voll wichtig, was da ja auch ein absolut relevantes Thema ist.

00:43:12: Christine du kannst gleich das Mikro übernehmen?

00:43:15: Genau ich wollte dich jetzt gerne noch mit reinholen in die Diskussion.

00:43:19: Du bist ja seit vielen Jahren in der Armutskonferenz und auch bei der Plattform Sichtbarwerden für alle diesen nicht kennen.

00:43:24: Die Plattform Sichtbarwerde ist ein Zusammenschluss von Menschen in Österreich, die armuts betroffen sind oder Armutserfahrungen haben.

00:43:33: Die ungleiche Verteilung von Kehrarbeit führt natürlich auch zu einer höheren Armutsgefährdung von Frauen.

00:43:39: Das haben wir heute schon gesehen, das äußert sich dann vor allem in Altersarmut.

00:43:44: Christine du bist selber betroffen vom Alters-Armut.

00:43:48: kannst du uns vielleicht zum Einstieg kurz nochmal erzählen was das konkret für dich bedeutet in deinem Lebensalltag?

00:43:59: Ja also wenn ich über meinen Alltag sprechen soll kann ich nur sagen dass ich halt ein Einkommen habe von rund tausend, zweihundert Euro.

00:44:10: Dass meine Mitte acht hundert Euro sind, das mir vierhundert übrig bleiben davon sind zweihundert Euro Fixkosten.

00:44:17: Bleiben wir zweihundred Euro im Monat übrig?

00:44:19: Das sind fünfzig Euro in der Woche schlicht und einfach Milchmädchenrechnung.

00:44:26: Da schließt sich natürlich an, was man mit den Fünfzig Euro macht.

00:44:31: Wenn man da etwas essen will geht man im Sozialmarkt.

00:44:36: daraus resultiert das man halt eine Ernährung hat die nicht dem entspricht was man eigentlich wüsste was es sein sollte regional, saisonal, bio und frisch.

00:44:54: Und ich weiß nicht was im Sozialmarkt ist.

00:44:57: das Gemüse halt gefeiert und das Obst ist auch angefällt und die Milchprodukte sind sehr alt dass sie davon alle Zustände kriegt.

00:45:07: Die kann man nicht essen und das größte Angebot sind Getränke.

00:45:11: Was brauche ich Getränken?

00:45:12: In Windrähe ist Wasser auf und Trinkerwasser Und dann gibt es auch sehr viel Brot im Sozialmarkt.

00:45:19: Ist auch nicht gerade das gesündeste.

00:45:21: Früher habe ich mir mein Brot selbst gebacken, auch das Getreideselbst geschrotet und so weiter.

00:45:28: Das kann ja aber nicht mehr, ist man zu teuer.

00:45:32: Die

00:45:33: Produkte sind zu teurer, der Strom ist zu teur um das zu backen... Ich habe mich natürlich euch zur Ehrenheute geduscht Aber ich kann mich nicht so oft

00:45:49: duschen.

00:45:51: Eigentlich sehr selten duschen, ist natürlich nicht sehr gesund.

00:45:56: Vor allem dann nicht wenn man Inkontinent ist wie ich... Ja und das geht weiter und weiter.

00:46:03: und was?

00:46:04: Das Yamadal ist nicht das meine!

00:46:07: Ich könnte wenn ich über Altersarmut rede eigentlich die ganze Zeit jammern aber das mag ich nicht.

00:46:16: mich nicht weiter und das bringt uns nicht weiter.

00:46:20: Und deswegen sage ich, wo kommt die Altersarmut her?

00:46:24: Die Altersamut kommt von da, wo man vorher schon arm war ohne alt zu sein sehr häufig aus dem Kerrbereich.

00:46:35: ja also bei mir zum Beispiel muss meine Kinder als Alleinerzieherin betreuen Hatte nicht die Möglichkeit sie irgendwo fremd betreut hinzugeben.

00:46:50: Das ist nicht gegangen in der Familie keine Unterstützung, nichts.

00:46:55: Nichts

00:46:55: allein,

00:46:56: alleine erzielen.

00:46:58: Alleinerziehend wirklich unterstrichen.

00:47:03: Und dann habe ich auch noch meine kranke Mutter und ihr krankes Schwester dazu gekriegt.

00:47:08: Hab daneben gearbeitet Teilzeit und hab das letzten Ende aufgeben müssen weil super krank geworden davon, weil es einfach

00:47:20: zu

00:47:20: viel ist.

00:47:21: Es ist zu viel!

00:47:22: Du boxst das nicht mehr und mein Körper hat gesagt, leg

00:47:27: mich

00:47:28: so auf Deutsch gesagt ja?

00:47:30: Du kannst mir gern haben ich sage dir den Dienst auf entweder du hörst jetzt auf damit oder du stirbst.

00:47:38: Ich bin dann im Krankenhaus gelegen und musste auch ohne mich weitergehen.

00:47:45: Leider hatte meine Mutter das Leben gekostet.

00:47:49: Aber was sollte ich machen?

00:47:53: Das war halt so.

00:47:55: Aber das sind die Ursachen davon!

00:47:57: Ich habe eine gute Bildung, ich hab Matura, ich habe studiert... ...ich war Beamten, ich war Unternehmerin, erfolgreiche Unternehmerinnen.

00:48:09: Was mich runtergerissen hat, war die nicht funktionierende Partnerschaft der Partner den man nicht verwenden konnte auch nicht zum Aufpassen auf die Kinder Und dann ist es nur zack runtergegangen.

00:48:26: Ich musste putzen gehen, ich habe schwarz gearbeitet alles um zu überleben einfach nur überleben damit die genutztes Essen für meine Kinder hab.

00:48:38: und das sind die Ursachen von der Altersarmut.

00:48:43: nicht nur aber auch es gibt viele andere diese arbeiten im Niedriglohnbereich Und weil wir auch mit Überkehrarbeit zu viel reden, die sogenannten systemrelevanten Berufe.

00:48:59: Das ist ja auch so etwas was in die Gewerkschaftsarbeit reinfällt In der Coronazeit.

00:49:05: Was haben wir gemacht?

00:49:07: Geklatscht!

00:49:09: Anstatt dass man die Löhne erhöht hätten Verdammt.

00:49:14: und wen trifft

00:49:15: es?

00:49:16: meistens Frauen oder

00:49:19: Ich

00:49:20: trau mich sagen,

00:49:21: fast immer Frauen.

00:49:23: Armut ist

00:49:24: vorwiegend

00:49:25: weiblich.

00:49:26: Altersarmut ist zu zweitbritteln weiblig.

00:49:30: Fragt euch warum?

00:49:34: Danke Christina!

00:49:35: Ich verdiene deinen Applaus.

00:49:45: Ich würde dich angesichts der fortgeschrittenen Zeit jetzt ganz kurz noch um eine kurze Antwort bitten auf die Frage wo siehst du denn Für armutsbetroffene Frauen eigentlich Hürden, sich auch am politischen Protest zu beteiligen.

00:50:00: Und wie könnte man vielleicht diese Hürde abbauen?

00:50:03: Naja für mich sehe ich keine Hürdel mehr!

00:50:05: Ich kenne kein Ingenierer.

00:50:07: aber junge Frauen haben natürlich als Hürder die Betreuung ihrer Kinder im Allgemeinen ein Zeitmangel.

00:50:17: und was dazukommt das ist dass sie Existenzsorgen haben, dass sie kämpfen müssen um zu überleben und dass sie einfach keine Power mehr haben dafür.

00:50:28: Weil Sie sind am Ende, Sie sind

00:50:30: streichfähig!

00:50:33: Das ist es.

00:50:35: Die Kraft des Felden in die Zeit...

00:50:38: Wo

00:50:38: willst du ihnen die geben?

00:50:40: Es ist ein Systemversagen.

00:50:44: Ein Fehler im System, ein Fehler in den Strukturen drinnen.

00:50:50: Wir

00:50:51: Frauen hier alle leisten, anders bewertet werden.

00:50:55: So kurz genug!

00:50:57: Danke, danke Maria.

00:51:07: ich wollte dich jetzt gerne noch fragen du bist Biobäuerin und du bist als Biob Bäuerin beim Bündnis.

00:51:14: Versorgen aktiv, versorgen setzt sich für ein ancare orientiertes Wirtschaften ein und auch für eine geschlechtergerechte Budget- und Finanzpolitik.

00:51:27: Kannst du uns noch einen kurzen Einblick geben wie dein Engagement bei Versorgung konkret aussieht?

00:51:32: Und wie du die Perspektive der Landwirtschaft mit reinbringst?

00:51:37: Vielleicht gleich die Nachfrage, die ich dir stellen wollte.

00:51:39: vielleicht kannst du dich gleich mitnehmen und zwar Was bräuchte es denn um Frauen, die im ländlichen Raum leben auch mit reinzuholen zum Protest und ihnen das zu ermöglichen?

00:51:54: Auch am Streik teilzunehmen.

00:51:55: So dass das nicht nur ein urbanes Phänomen ist sondern auch so wie sie's in Island geschafft haben, dass dann Streik oder Protest auch in den Dörfern möglich war?

00:52:05: Genau

00:52:06: Danke.

00:52:08: Ja versuche mich kurz zu halten weil schon spät ist Genau.

00:52:14: Ich bin Biobauerin und ich bin Biopauerin geworden mit der österreichischen Bergung Kleinbauerinnenvereinigung Via Campesina, und das hat in mir sehr viel bewegt weil wir eine feministische emanzibatorische Bildungsarbeit haben.

00:52:28: Das heißt da geht es vom Grund auf schon einmal darum dass wir Bäuerinnen, die da dabei sind in diesem Arbeitskreis einfach unsere Situation anschauen und andere Visionen entwickeln, wo man hin wollen.

00:52:40: Also nicht jetzt nur jammern oder nur alles ausschimpfen und sich als Opfer füllen sondern eben darum zu schauen und zu kämpfen das es anders wird.

00:52:51: Ich möchte auch einen kleinen, weil ihr alle gesprochen habt von der Arbeit Zeit von der Kehrarbeitszeit.

00:53:01: Wir haben vor dreißig Jahren ein Blatt gekriegt, wo es darum ging ist dass wir ausfüllen am Hof wer welche Arbeit macht also landwirtschaftliche Arbeit und das andere war quasi die Kehrarbeit.

00:53:15: Da haben sie nicht so genannt.

00:53:17: Und dann haben wir Frauen fleißig ausgefühlt, sind damit zur Gemeinde gegangen und haben gesagt, das geht gar nicht.

00:53:23: Wie habt ihr das ausgeführt?

00:53:24: Ihr schreibt sie in hundert Prozent Landwirtschaft und dann schreibt es einer Hundert Prozent... Das geht ja nicht!

00:53:32: Das System hat das nicht genommen.

00:53:36: Man bedenkt die Gedanken dahinter ist so schlimm.

00:53:42: Also das vertreist noch niemand.

00:53:44: Da war man bei Fünfzig Jahren noch nie mehr begriffen hat dass jede Frau eigentlich ja, die am Beruf hat – das habt ihr jetzt alle auch gesagt.

00:53:54: Am Beruf hat und dann natürlich noch die Kehrarbeit macht und dass das hundert Prozent kann.

00:53:59: und vielleicht wenn sie fünfzig Prozent nur Kehrbeit macht sind es auch hundertfünfzig und dann kannst du ja schon froh sein.

00:54:06: Und ich denke mal.

00:54:07: da haben wir dann eine Pressekonferenz gemacht mit der Eva Rosmann und dann haben Sie's geändert.

00:54:12: also das war ein kleiner Erfolg.

00:54:13: aber man muss bei so viel Dingen aufpassen.

00:54:18: Ich bin zu Versorgen gekommen, weil diese Kehrarbeit bei uns auf den Höfen einfach total übergeht von der Produktionsarbeit zur Reproduktionsarbeit und zur Sorgearbeit.

00:54:33: Bei uns ist es immer fließend.

00:54:36: Wo ist die Erwerbsarbeit?

00:54:38: Wo ist das Ende der Erwerbesarbeit?

00:54:39: Und wo folgt die Sorge an oder die Fürsorge für etwas für Menschen, für Tiere?

00:54:46: Und der eine Aspekt, der mir sehr wichtig ist, besonders als Biobäuerin, ist natürlich auch die Sorge um die Mitwelt.

00:54:52: Das heißt da am Boden und das Wasser, ums Klima und Saatgrund und um uns Menschen, die alle miteinander zu tun haben.

00:55:00: Weil wenn wir auf das nicht schauen, dann brauchen wir uns über so ein Kehrarbeit keine Sorgen mehr machen, nicht mal Gedanken machen, sondern nur Klima!

00:55:09: Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt.

00:55:11: und Versorgen.

00:55:12: Bei Versorgung sind wir immer Bündnisse, ich arbeite gerne mit anderen gemeinsam, mit interessanten Menschen.

00:55:18: Wir sind sehr spannende Frauen finde Und bei uns geht es auch darum dass wir eben so eine Broschüre rausgebracht haben.

00:55:27: Wollt ihr sagen?

00:55:27: Wir haben einen Plan.

00:55:29: Also es geht nicht nur darum zu sagen Nein, es ist so schrecklich.

00:55:33: Sondern es gibt Alternativen!

00:55:35: Es gibt bereits Ideen – wir haben in unserer Murmelrunde schon darüber gesprochen -, dass natürlich schon Erfolg geworden war.

00:55:42: und also wenn es keine Gewerkschaft gegeben hat dann steht man ganz woanders ja?

00:55:46: Und ich bin ganz deiner Meinung darunter, dass das wirklich nur diese wichtige Frage ist wie wir das eben zusammenfassen damit wir eben auch die Frauen am Land mitnehmen können weil es kann nicht sein ein urbanes Thema einfach gepostet wird oder besprochen wird.

00:56:06: Und da geht es wirklich auch um die Sprache, weil so wie wir dort diskutieren, wird zum Land schwierig, sag ich einmal.

00:56:13: Wenn ihr an Nachbarinnen denkt... oder an diese einfachen Frauen, die im Film hervorkommen sind.

00:56:19: Da wird es ganz schwierig!

00:56:20: Ich glaube wir müssen eben wirklich eine Sprache und eine Intention finden um die Frauen abzuholen wo sie stengern.

00:56:29: Wir haben vor einer Woche das erste Treffen gehabt von Strecken, Frauenstrecken, Sternchenstrecken Und da war so das Thema... Wir müssen ein bisschen zu dieser Saga auch den Frauen vorschlagen.

00:56:44: Ich bin keine Feministin, aber an dem Tag mache ich schon mit.

00:56:49: Also so du musst nicht unbedingt ideologisch miteinander und mit allen Ideen konform gehen.

00:56:56: das sind vielleicht ganz weit weg von deiner Lebensrealität oder in der Vorstellung

00:57:01: Aber

00:57:02: doch an dem tag mache ich mit.

00:57:04: also da das glaube wird unsere große Aufgabe sein im jahr dass wir dorthin kommen und was mir total gut beim film Ich bin ja auch Kabarettistin in einer Bauernengruppe.

00:57:16: Was so wichtig

00:57:17: ist,

00:57:18: dass man den Humor hat und ich habe das so herrlich gefunden!

00:57:21: Die Frauen haben sie nach fünfzig

00:57:23: Jahren

00:57:23: so gefreut und so angehaut über irgendeine Dinge die sie gemacht haben wie sie agiert haben... gelingt haben, welche Ideen und Wisspontanzen manchmal wirklich eine Position bezogen haben.

00:57:35: Und ein Idee gehabt haben.

00:57:36: Also ich denke mir das wünsche uns alle dass wir auch in dieser Situation dann so kreativ und zu humorvoll sind.

00:57:44: Ja also ich werde mich total gefreien wenn wir in anderhalb Jahre dann auch noch mal zusammensitzen und dann uns alle

00:57:51: und

00:57:51: alle viel lachen genau.

00:57:54: Super ja!

00:58:04: Eigentlich hätten wir jetzt noch Fragen aus dem Publikum eingeplant.

00:58:08: Wir müssten aber ziemlich pünktlich aufhören, geht vielleicht noch eine Fragerunde?

00:58:12: Zehn Minuten!

00:58:13: Okay also zehn Minuten haben wir jetzt Zeit für Fragen von euch.

00:58:18: Da hinten ist schon eine Hand da ist auch eine Hand kann vielleicht vielleicht nehmen wir das Mikro genau.

00:58:25: Dankeschön

00:58:31: Ja hallo Angie Weikmann.

00:58:34: Ich wollte fragen, noch mal doch an die Dorotia gerichtet.

00:58:41: Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist warum man nicht andenken kann es gäbe sicher viele Forderungen wie du gesagt hast an Arbeitgeberinnen die frauenspezifisch sind oder sich mit diesen Zielen decken, die man an so einem Tag auch in der klassischen Streikform stellen könnte.

00:59:02: Und wir hatten – wenn ich jetzt an Wien denke, komm aus Wien – was ist nicht?

00:59:07: Da gibt es die Freizeitpädagoginnen von Mitbetriebsrat BIM, die sehr, sehr erfahren sind im Aufstellen.

00:59:17: Na,

00:59:19: wie heißt das?

00:59:19: Eine Betriebsversammlung oder?

00:59:22: es gab dann... Das war auch eine ziemliche Revolution.

00:59:25: Dass die Kindergärten von privaten Trägern und städtischen Trägtern auch einmal gemeinsam auf die Straße gegangen sind.

00:59:34: Da denke ich mir warum kann man das nicht trotzdem andenken für einen dritten Mai, ein Riesenzeichen?

00:59:44: und da würde ich mir wünschen vom ÖGB in diese Richtung Beratung anzubieten, was wären Möglichkeiten?

00:59:50: Was können wir tun?

00:59:52: das durchaus auch wahrscheinlich nicht von neunzig Prozent der weiblichen Arbeitnehmerinnen aber dass durchaus auch Arbeit tatsächlich niedergelegt wird

01:00:01: im

01:00:01: tatsächlichen Streiksinn.

01:00:04: Das werden nicht ganz viele Betriebe sein aber es könnten doch einige sein.

01:00:15: Also ich glaube nicht prinzipiell darum geht, ob man das andenken kann oder nicht.

01:00:20: Ich glaube das kann man sicher andenken und man kann sich überlegen was man alles für Maßnahmen setzt.

01:00:28: ich muss aber dazu sagen dass mir in dieser ganzen Diskussion ich stelle mich auch immer gerne diesen Fragen also bin ich auch hier und ich bin auch im in der Streikgruppe weil ich glaube dass wir da wirklich gut zusammenarbeiten müssen.

01:00:42: Ich glaube, wir müssen noch ein paar Leute ins Boot holen.

01:00:45: Wir brauchen noch Vertreterinnen der Wirtschaftskammer und Vertretern der Industrieanfeindung.

01:00:52: Genau das Lachen ist ja das Lustige!

01:00:55: Und da zusammen war, wo zum Beispiel die Theaterleiterin gesagt hat wir gehen gemeinsam.

01:01:03: Also natürlich kann man also Arbeitskampf beginnt von unten und wir werden unseren Beitrag dazu leisten.

01:01:10: Nichtsdestotrotz geht es hier und das hast du auch vorher gesagt um einen gesellschaftlichen und deshalb sage ich Solidarität.

01:01:17: Deshalb braucht's ein Thema und das hatten sie auch weil die einfach genug hatten vor seventy fünf Jahren dass Frauen in so vielen Bereichen schlechter gestellt werden.

01:01:26: Ich könnte jetzt sagen, da gehen wir doch alle... für eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich auf die Straße.

01:01:33: davon profitieren hauptsächlich Frauen.

01:01:35: Sofort, das ist eine Real-Lohnerhöhung, die Pensionen werden mehr.

01:01:39: Das wäre doch eine super Forderung wo wir alle dahinter stehen könnten.

01:01:43: Es wird wieder schwierig weil da wird die Wirtschaft sagen das können wir uns nicht leisten das erzählen mir sogar Arbeitnehmerinnen dass sich die Wirtschaft das nicht leisten kann.

01:01:50: Also es sind schon Punkte wo wir uns auch selber manchmal fragen müssen wie also ich führe diese Gespräche?

01:01:56: Ich sitze ja nicht in meinem Büro sondern ich bin ganz viel draußen ganz viel bei den Leuten, weil ich immer hören will.

01:02:02: Was denken die Menschen?

01:02:04: Weil das ist wichtig dafür dass man dann entscheidet... Ich hoffe wir werden diese Lösungen finden!

01:02:09: Ich hoffe auch wir werden in mehreren Maßnahmen passen.

01:02:14: Es muss branchespezifisch passen und zum Beispiel was Sie angesprochen haben ganz kurz beantwortet.

01:02:20: Entschuldigung

01:02:21: es ist so schwierig,

01:02:22: dass

01:02:22: kurz zu... Ja es sind viele Fragen.

01:02:24: also das war z.B eine Vorbereitung von zweieinhalb Jahren diese gemeinsame Auftritt oder wenn nicht fünf.

01:02:31: Also das ist nicht von einem Tag auf den anderen gegangen, sondern es hat sehr viel Vorbereitungszeit gebraucht.

01:02:42: Ja, ja, danke schön!

01:02:47: Da hinten ist noch eine Frage, nehmen wir die gleich?

01:02:54: Ich möchte kurz zwei Dinge sagen und zwar erstens eine Anmerkung zweites in Gedanken der jetzt daran anschließt was Sie gerade gesagt haben.

01:03:01: Erstens Man muss Filmproduktion immer als Gesamtkunstwerk denken und neben Film, Regie und Schnitt unter anderem ist Musik mit der Ball.

01:03:09: Am Abspann den man leider abgewirkt hat kam Björk.

01:03:12: Björck hat eine Mutter die war selber Feministin.

01:03:15: Bjork selbst ist innovativ und Aktivistin weil sie hat ein eigenes Blatt Label her praktisch ihre Benachteiligung als Frau, als Künstlerin, als Tonkünstlerin und Darsteller etc.

01:03:25: überwinden müssen.

01:03:26: also das sollte man praktisch A mit abspielen müssen und B einfach mitdenken müssen dass ein Film wirklich auch mit Abspann zu lesen ist.

01:03:35: Jetzt die der Gedanke.

01:03:37: also ich würde tatsächlich anmerken, das wir heute in einem anderen Zusammenhang stehen als nünzelnfünfunds hitzig weil die Frauen haben heute schon es ist vieles Entschuldigung scheiße aber sie haben trotzdem auch sau vieles erreicht und können saustolst auf sich sein was der film sehr eindrucksvoll gezeigt hat.

01:03:53: das heißt man müsste heute praktisch oder man muss heute nicht im konjunktiv.

01:03:56: man muss Und da würde ich tatsächlich man sieht es an den USA vorschlagen, nicht nur Frauen sind unter Druck.

01:04:04: Massiv ist die Queer-Community-Unterdruck und da docke ich jetzt bei Ihnen an holt euch die Queercommunity an Bord!

01:04:11: Ihr seid alle in einem Topf und ihr wartet massiv angefeindet von den Rechten.

01:04:15: Ihr gehört

01:04:15: zusammen

01:04:16: und da ist mir dann auch wieder ein bisschen indirekt bei Björk.

01:04:18: also von daher erschließen sich die Kreise.

01:04:25: Ja, ich wollte

01:04:26: sagen dass es für mich relativ anstrengend ist so lang so viel zuzuhören.

01:04:33: Aber ich wollt ein anderes Beispiel bringen wie man die Sache herangehen kann nämlich sowie die Kurtinnen die sagen tötet den dominanten Mann also wirklich umdrehen nicht aus der Frauenperspektive

01:04:51: als

01:04:52: brave Mutter pflegende Armuts betroffene keine Ahnung welche Rolle, sondern einfach einmal sagen hey unsere Situation wurde von Männern geprägt und ich finde den Slogan so cool.

01:05:09: Also ich kann jetzt nicht kurdisch aber die Dominanz im Mann oder so und auf Deutsch könnte man das dann umbohlen.

01:05:19: Okay wir haben vielleicht noch Zeit für eine Frage oder zwei, okay die zwei da vorne nehmen wir noch und dann würde ich sagen

01:05:27: ja.

01:05:30: Okay gut dass ich da nicht so laut bin und zwar ganz in eine andere Richtung.

01:05:36: meine Freundin hat einen Sohn der ist Artist und wenn er in der Pflegeeinrichtung dort seinen Aufenthalt hat, kriegt er so zwischen sechs und sieben Tausend Euro.

01:05:47: Und sie hat ihn herausgenommen weil er kann sich bewegen, er kann alles machen aber dennoch ist er dort nicht gut betreut in dem Sinn.

01:05:56: Er ist einfach aufgehoben.

01:05:59: Seine Bedürfnisse werden nicht erfüllt.

01:06:01: Er geht gerne in Museen

01:06:02: usw.,

01:06:03: das können Sie nicht, denn es gibt auch Rollstuhl.

01:06:08: also Kundinnen oder Klienten, ja.

01:06:11: Ich habe jetzt die Fachdiameni nicht so drauf aber ich weiß ihre Problematik ist sie hat ihn herausgeholt, sie wird bald Siebzig und er ist glücklich, sie hat Freizeitassistent Aber was bekommt sie?

01:06:27: Ganz wenig!

01:06:28: Und sie isst rund um die Uhr und sie hatte sowas wie ein Burnout einen Krankenhausaufenthalt, einen Kurzen und dann habe ich das Ganze übernommen.

01:06:39: Und er ist so ein fröhlicher Mensch, er hat sich in der Sprache verbessert wenn er mit normalgesunden Menschen herum gehen kann, wenn er in der Natur ist, wenn Er in einer Werkstatt ist usw.

01:06:50: Das wird immer mehr aus Sach gelassen aber Ich bin ja sehr dankbar weil sie kämpft.

01:06:56: drum Sie is in der Politik jetzt überall Dokts im Land Niederösterreich an.

01:07:00: Sie ist sehr unangenehm es kostet dir sehr viel Kraft.

01:07:04: Und ich sage immer mach weiter.

01:07:07: und ich, weil sie war sehr sehr scheu und traute sich nicht reden aber aus ihr ist eine ganz eine starke Frau und Mutter geworden.

01:07:14: wirklich bin ja sehr dankbar dass sie meine Freundin ist.

01:07:18: Danke für das schöne Beispiel.

01:07:22: So genau.

01:07:23: letzte Frage

01:07:24: Ja es ist vielleicht gar nicht ne Frage sondern eher ne Feststellung oder ne weiß ich nicht Was ich feststelle.

01:07:35: Ich sage mal, die Frauen sind alle überlastet.

01:07:39: Also wir sind in einer Gesellschaft, die absolut die Leute und Frauen auch Männer überlasten.

01:07:48: Burnout, bis sie nicht mehr können.

01:07:52: Die Maria Vogt hat gesagt von Wasser – Wasser ist überlastet.

01:07:57: Boden ist über lastet.

01:07:58: Klima ist über Lasten.

01:08:00: Leistung!

01:08:00: Wir müssen Leistungen erbringen.

01:08:02: Damit Sie erbracht werden, müssen die Leute sich selbst überlasten.

01:08:07: und ich glaube wenn man anfängt mal gesellschaftlich das zu thematisieren.

01:08:12: Das ist ein Begriff denke ich jetzt mal so in den sich jeder einklinken kann Ja, aber ich kenne niemanden der sagt, ich bin nicht überlastet.

01:08:21: Oder man kennt für Entlastung ist er jetzt wurscht!

01:08:24: Aber als gemeinsame Sache dass man sagt wenn wir jetzt auch eine gesellschaftliche Wandel will ja das wir nicht mehr weitermachen wollen ein System wo wir uns kaputt machen alle egal ob Mann oder Frau oder Kind sozusagen damit irgendwo Profite abfallen, die die Konten schon überlassen.

01:08:45: Das war es schon.

01:08:48: Danke für den wichtigen Beitrag!

01:08:51: Ich hätte eine Eckschul-Frage.

01:08:53: Ich bin jetzt ganz schlecht weil ich das Mikrofon rumgehe mir ganz schnell.

01:08:56: Weil wir wissen ob ihr international vernetzt seid.

01:08:58: Es gibt ja in Schweiz einen großen Frauenstreik der Stadt gefunden hat und das würde mich vorhin interessieren wie fernier da zusammen arbeitet?

01:09:06: Wir sind im Dachamruth vernetzt also in Deutschland-Schweiz machen wir auch viele.

01:09:12: Also ich arbeite auch am Institut Los Alcantata Gap, wo wir fehlende Datenlöcher sichtbar machen.

01:09:18: Dann sind wir eben auch in der Global Alliance Verkehr und im südamerikanischen Raum vernetzt.

01:09:25: Ich bin sehr geprägt von der Riane Eisler die eine gebütige Wienerin, die vor den Nazis fliehen musste und dann in Amerika groß geworden ist Und bin da sehr vernetzt in die USA.

01:09:40: Man kann halt sagen, dass die ganzen Muster weltweit zu finden sind

01:09:45: und

01:09:46: wir halt auch sehr gefordert sind.

01:09:49: Also ich glaube, dass in der Vernetzung sehr viel Möglichkeit steckt weil sehr viele Aktionen parallel stattfinden und ich glaube wir müssen sie nur noch vernetzen.

01:10:00: dann glaube ich gibt es wirklich auch

01:10:02: viel

01:10:03: Kraft und viel Hebelwirkung.

01:10:06: Und das andere ist Ich will es jetzt nicht ganz crashen, aber ich bin ja zum Beispiel Arbeitgeberin.

01:10:12: Also ich bin Unternehmerin eine ganz kleine Aber auch angestellte und ich finde halt einfach immer dieses die Arbeitgebe und die Arbeitnehmer und Es muss immer oder es gibt dann immer Leute unter die Unterschicht Und die also eigentlich wie kommen wir auch aus dem Sprach- und Denkrahmen raus?

01:10:28: Ich glaube nicht dass sie uns weiter bringen und ich verstehe es total aber ich find das ist immer so ein gegeneinander.

01:10:37: Das macht es dann noch schwer und ich glaube Unternehmen sind große, orte gesellschaftliche Veränderungen voranzubringen.

01:10:44: Die können massiv relativ schnell Systeme umstellen damit sie quasi in die Richtung wirken wie wir's wollen.

01:10:51: Ich glaub da ist sehr viel drinnen Und wie kommen wir auch sozusagen in den kooperativen Rahmen?

01:10:56: Dass nicht immer das Gefühl ist irgendwer verliert weil es geht ja nicht darum dass jemand verliert.

01:11:09: Also Vernetzung, ich denke mir, wir Kampesine ist eine weltweite Organisation und ich denke was wir auch lernen können von Gruppen in anderen Ländern an Kreativität und an Frechheit und an Geist und an Widerstandskraft.

01:11:25: Das und das auszutauschen, das finde ich total wichtig und da kann man uns aus unserer weißen Rolle einfach einmal zurücknehmen Und hinschauen, wo stehen wir dann irgendwo und beurteilen?

01:11:42: Sondern da braucht man auch noch ganz viel Spielraum.

01:11:45: Ganz viele Erfahrungen, ganz viel Demo, so geht es einmal um da klarer zu werden in dem was wir wollen.

01:11:52: also ich glaube dass uns das nicht ein Sport bleiben wird wenn wir die Kämpfe, die vielen auch die Quiren mit verbinden wollen.

01:12:00: ja also ich glaub dass das in der Welt vieles möglich ist.

01:12:03: aber Welche Rolle haben wir dabei?

01:12:05: Dieses Bewusstsein, glaube ich, müssen wir ein bisschen

01:12:07: schärfen.

01:12:09: Wir müssen jetzt leider wirklich Schluss machen weil manche schon wirklich pünktlich los müssen!

01:12:14: Ich bedanke mich vielmals für die spannende Diskussion.

01:12:17: für alle, die dabei waren auch am Podium.

01:12:25: gerne und bevor ihr jetzt rausgeht es wir würden sehr gerne noch einen Gruppenfoto machen.

01:12:31: also bitte noch kurz um Aufstellung hier vorne.

01:12:34: das wäre super.

01:12:35: ja genau hier vorne Danke.

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